Frieden auf Erden

Es sind hier nun schon einige Artikel zu Obama erschienen. Da kann ich mir auch keinen Kommentar zu dem jüngst verliehenen Friedensnobelpreis ersparen.

image

Die meisten Nobelpreise finde ich eine gute Sache ehren sie doch die Forscher und Entdecker unserer Welt. Ich weiss zwar nicht genau wie das Komitee zu seinen Entscheidungen kommt, weil da meist auch viel Sachverstand nötig ist um wirklich die besten Ideen heraus zu filtern, aber trotzdem basiert die Entscheidung auf Fakten.

Dann gibt es die weichen anderen Nobelpreise, die schwer zu fassen sind wie der Literatur- oder aber auch der Friedensnobelpreis.

Wenn man die Liste auf Wikipedia liest heisst es immer “für seine/ihre Bemühungen…” also keine Fakten weil bei vielen auch keine Resultate ersichtlich sind. So haben 1994 Jassir Arafat und Schimon Peres den Preis “für ihre Bemühungen zur Lösung des Nahostkonflikts” erhalten, ohne Resultat. Auch die UNO und Kofi Annan haben 2001 den Preis “für ihren Einsatz für eine besser organisierte und friedlichere Welt” bekommen, wobei die UNO noch keinen Krieg verhindern konnte (Bsp. Irak).

Nach Al Gore im 2007 für seine fragliche Klimademagogie erhält nun Obama den Friedensnobelpreis für seine “Feel Good” Reden die er auf der ganzen Welt hält. Vielleicht sollte ein Retoriknobelpreis für sowas eingeführt werden.

Das deutsche Magazin Spiegel hat einen Artikel veröffentlicht mit den internationalen Presseberichten zu dieser Preisverleihung. Am besten haben mir folgende zwei Artikel gefallen:

"Nepszabadsag" (Ungarn): "Für ungeschriebene, nur versprochene Romane und Verse werden gewöhnlich keine Nobelpreise vergeben, auch nicht für noch unentdeckte naturwissenschaftliche Phänomene. Beim Friedenspreis aber wird das ganze menschliche Potential – und, ja, das Versprechen und die Hoffnung auf Erfolg – in die Waagschale geworfen: nicht nur unterschriebene internationale Verträge oder beendete bewaffnete Konflikte. Die Preisträger vom vorvergangenen Jahr, Al Gore und der Uno-Klimarat, haben das Problem der Erderwärmung auch nicht gelöst. Aber bis heute scheint es, dass sie globale Denk- und Handlungsmuster aufgezeigt haben, von denen man seither nicht abweichen kann. Dies könnte auch das wichtigste Resultat der Anerkennung für Obama werden, der erst seit kaum neun Monaten im Amt ist, viele Probleme neu gestellt, aber kaum welche gelöst hat."

"Corriere della Sera" (Italien): (…) Am Freitag ist eine neu Ära angebrochen, die des Nobelpreises aus Vertrauen."

Nachtrag: Auch 20minuten hat einen interessanten Artikel zum Thema. Da wird der Bewerber für das Amt des Gouverneurs von South Carolina, Gresham Barrett, folgendermassen zitiert: “Ich weiss nicht, was der internationalen Gemeinschaft am besten gefallen hat: seine mangelnde Entscheidungsfreude bezüglich Afghanistan, der Abzug von Abwehrraketen aus Osteuropa, dass er Freiheitskämpfer in Honduras fallengelassen hat, Castro hätschelt, sich auf die Seite der Palästinenser gegen Israel geschlagen hat oder dass er gegen den Iran beinahe hart vorgegangen wäre”

Tags: ,

Leave a Reply